Schmackhaft präsentieren oder: Wie Präsentationen endlich schmecken

Schmackhaft präsentieren oder: Wie Präsentationen endlich schmecken

Stell dir vor, du freust dich auf ein gemütliches Essen, und dann wird dir alles einfach lieblos auf den Teller gekippt. Genauso fühlen sich viele Präsentationen an: viel Inhalt, aber wenig Genuss.

Der Anfang entscheidet und der Schluss auch

Studien zeigen: Menschen erinnern sich besonders gut an den ersten (Primacy-Effekt) und letzten Eindruck (Recency-Effekt).

Laut kognitionspsychologischen Erkenntnissen bleibt der Einstieg emotional hängen, während der Schluss die Bedeutung verankert.

Der Rest ist Beigemüse…

Das beabsichtige ich mit diesem Bild: Es überrascht. Es irritiert. Es bringt zum Schmunzeln. Und schon sind wir drin.

Infotainment: Wissen, das schmeckt

Reine Fakten sind wie trockene Pasta, nahrhaft, aber nicht besonders aufregend.
Humor ist die Sauce.

Neurowissenschaftlich betrachtet aktiviert Humor das Belohnungssystem im Gehirn (Dopamin lässt grüssen). Das führt dazu, dass Informationen besser verarbeitet und länger gespeichert werden.

Der Präsentationsexperte Garr Reynolds (Presentation Zen) bringt es auf den Punkt:

„Simplicity and clarity lead to understanding. But emotion leads to remembering.“

Also:
Fakten liefern die Substanz.
Humor liefert die Verbindung.

Weg von der Folienschlacht hin zum Wow

Viele Präsentationen scheitern nicht am Inhalt, sondern an der Verpackung. Zu viele Bulletpoints, zu wenig Erlebnis. Welche Techniken gibt es für humorvolle Präsentationen?

1. Starte mit einem Amuse-Bouche

Nicht mit ‘ich freue mich, heute hier zu sein’
Sondern mit etwas, das überrascht:

  • eine Frage
  • eine provokative Aussage
  • eine Geschichte
  • oder ein Bild

2. Reduziere wie ein Spitzenkoch

Ein gutes Gericht hat nicht 20 Zutaten.

  • Maximal eine Kernbotschaft pro Folie
  • Weniger Text, mehr Wirkung
  • Bilder statt Stichwortfriedhof

3. Nutze Humor als Gewürz, nicht als Hauptgericht

Humor wirkt am besten, wenn er:

  • zur Situation passt
  • authentisch ist
  • nicht auf Kosten anderer geht

4. Erzähle, statt aufzuzählen

Unser Gehirn liebt Geschichten.

Wenn du Fakten in eine Story einbaust, passiert Magie:

  • Aufmerksamkeit steigt
  • Verständnis wächst
  • Erinnerung bleibt

5. Beende mit Geschmack

Der Schluss, der letzte Bissen bleibt als Nachgeschmack und beeinflusst die Bewertung sehr.

Statt ‘vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit’:

  • eine starke Botschaft
  • ein klares Bild
  • ein emotionaler Gedanke

Wenn deine nächste Präsentation nicht nach Spaghetti im Gesicht aussehen soll, sondern passend zu dir und nach Wow-Effekt schmecken darf, dann melde dich bei mir für ein Humortraining inhouse ‘schmackhaft präsentieren’ oder für ein individuelles 1:1 in der Oase Weggis (natürlich auch online möglich). Ich freue mich darauf!